Bericht von der Südwindregatta beim SWB am 04.08.2019

Nun ist es also passiert – 2. Platz und der Bericht von der Regatta ist fällig – jetzt schon überfällig.

Nach einer prima Stegparty mit Caipis ging es früh am Morgen los. 06:00 sollte der Start für die erste Wettfahrt sein. Ein leichter Südwind, eine traumhafte Kulisse mit Sonnenaufgang und Alpen – und wir mit unserer Yoho (GER 163) zu spät dran. Ich habe natürlich noch an meiner Fock rumfummeln müssen und sind gerade noch rechtzeitig zu dem glücklicherweise etwas verspäteten Start der ersten Wettfahrt vor der Startlinie angekommen. Das Vorbereitungssignal hatten wir schon verpasst und nicht rechtzeitig die Uhr synchronisiert – aber trotzdem recht passabel nach Gefühl gestartet.

Es sollte eine Kurzstrecke mit olympischem Dreieck (Start, Kreuz, Raumschot, Raumschot, Kreuz, Vorwind und Ziel) sein. Und es lief auf der ersten Kreuz ganz gut. Nur das Luvfass konnten wir wegen Nebel erst sehr spät erkennen. Wir haben einen kleinen Umweg gesegelt. Dann haben wir auf Backbord den Genaker gesetzt – Mist, erstmal über eine Genakerschot gesegelt. Das Freifummeln der Schot hat etwas Zeit gekostet. Jetzt hat Sandra mal wieder ihr Händchen für den Genaker unter Beweis stellen können. Halse, alles Bestens! Wir sind ziemlich weit vorn! Der zweite Raumschotschlag ist erledigt und wir bergen den Genaker auf Steuerbord.

Auf der Kreuz läuft wieder alles prima. Es ist unser Wind! Das Luvfass erreichen wir auf Backbordbug. Nun wieder raus mit dem Genaker! Es recht sich nun das Bergen auf Steuerbord. Also, Halse, Genaker raus, Halse und dann erst wieder auf dem richtigen Bug weiter. Sandras Händchen für den Genaker macht wieder verlorene Zeit wett.

Der Zieldurchgang war dann irgendwie unspektakulär – kein direkter Gegner, also einfach rüber über die Ziellinie. So haben wir uns in der ersten Wettfahrt den 3. Platz der Gesamtwertung erarbeitet. Nur Tobias mit seiner U20-Crew auf Platz 2 und ein 35er nationaler Kreuzer waren in der Gesamtwertung vor uns.

Die zweite Wettfahrt verlief ziemlich unspektakulär. Wir sind halbwegs gut gestartet, hatten natürlich wieder den Genaker beim ersten Bergen auf der „falschen“ Seite und eine Skippi 650 Race hat sich noch zwischen uns und Tobias gedrängelt. So hatten wir auf der zweiten Wettfahrt nur den 4. Platz in der Gesamtwertung erreicht.

Drei Wettfahrten mit einem Streicher waren vorgesehen, aber der Wind schlief ein, so dass die 3. Wettfahrt abgeblasen wurde. Und so ist es also passiert – vier U20 am Start und wir auf dem 2. Platz unserer U20-Wertung und auf dem 4. Platz der Gesamtwertung. Und eins ist sicher! – Wir üben das bergen des Genakers in Luv, dass Tobias mit seiner Crew prima hinbekommen hat. Zusätzlich könnte auch die Mexican-Jibe in einigen Situationen von Vorteil sein.

Fazit: Wir hatten eine wunderschöne Regatta mit einem leichten Südwind vor einer umwerfenden Kulisse und einem Morgenlicht, dass die meisten Menschen nie zu sehen bekommen werden. Da wird die Regatta fast zur Nebensache. Wir bedanken uns an dieser Stelle auch bei dem Segelverein Weiss-Blau St. Alban e.V. für die gelungene Veranstaltung. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder dabei sein können.

Hier noch ein paar Bilder, die Sandra gemacht hat:


Parkin Borsum & Sandra Stromski

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